Die Verarbeitung

Verlegearten

Es gibt viele unterschiedliche Verlegearten von unseren Ethnofloor Landhausdielen. Wir zeigen Ihnen an dieser Stelle die wichtigsten auf. Unter bestimmten Bedingungen sind können sie auch bei Fussbodenheizungen eingesetzt werden.

Auf Holzkonstruktion

Auf Holzlager oder Verlegeplatten können die Dielen auch schräg in die Feder verschraubt werden. Auf eine mögliche Schallübertragung sollte geachtet werden. Auf Verlegeplatten bzw. Holzunterboden empfehlen wir 2 mm Rollkork als Trittschalldämmung zu legen bei Nadelholz. Bei Laubholzböden sollte auf die Korkunterlage verzichtet und zwingend auf die Unterkonstruktion verklebt werden.

Schwimmende Verlegung

Nur Landhausdielen aus Fichte, Lärche, Tanne und Douglasie können in der Nut verleimt auch schwimmend auf Trittschalldämmung montiert werden.  Hartholzböden wie
Eiche, Ahorn, Esche, Buche, Nussbaum, Kirschbaum dürfen nicht schwimmend verlegt werden! Diese Dielen müssen vollflächig auf den Unterboden verklebt werden!
Mit der Leimmenge bitte nicht sparen und diesen auf beiden Wangen der Nut auftragen. Dielen müssen mit schwerem Hammer (mind. 1500g) und Hartholzklotz (40/40/400 mm) auf der Federkante zusammengeklopft werden. Falls Nut und Feder zu streng zusammen gehen, bitte nicht nachnuten, sondern nur mit einem Simshobel auf der Unterseite der Feder 1x durchhobeln. Ein Langdielenboden muss etwas strenger in der Nut und Feder sein, damit dieser bei leicht gebogenen Dielen noch zusammenhält.

Vorteile

  • Kurze Installationszeit
  • Geringe bis keine Fugenbildung
  • Guter Gehkomfort durch Trittelastizität
  • Geringer schallleitender Kontakt zum Bauwerk
  • Auch für Verlegung auf Fussbodenheizung geeignet
  • Geringere Untergrundanforderungen als beim Verkleben


Nachteile

  • Sofern sorgfältig installiert, die Abstände am Rand eingehalten werden und sich der Boden über die Fläche ausdehnen kann, gibt es praktisch nichts, was gegen die schwimmende Verlegung spricht.

Vollflächige Verklebung

Auf den mit einer geeigneten Schleifmaschine vorgeschliffenen Estrich müssen die Dielen mit einem Parkettkleber (Bona R 850 1K Silan- Kleber, oder gleichwertig) vollflächig
verklebt werden. Wir empfehlen, den Kleber mit einer 1250g- 1500g Zahnspachtel vollflächig auf den Boden aufzutragen. Die montierten Dielen müssen angetreten werden
und teilweise mit Stützen von der Decke oder mit Gegenständen beschwert, leicht unter Druck gesetzt werden, so dass die Diele satt im Klebebett aufsitzt bis der Kleber abgebunden hat. Nut und Feder dürfen hierbei nicht verleimt werden!

Vorteile

  • Durchgehendes Verlegen von grösseren Flächen möglich
  • Bestens geeignet für Fussbodenheizung (bester Wärmedurchgang)
  • Kein Aufwölben, dadurch werden Schäden durch Walkbewegungen vermieden
  • Geringe Ausdehnung in der Gesamtfläche, damit ist der Einsatz von Silikonfugen statt Sockelleisten an den Rändern möglich

Nachteile

  • Hohe Untergrundanforderungen
  • Längere Installationszeit
  • Keine Trittelastizität, da fix mit den Baukörper verbunden

Fussbodenheizung

Ethnofloor Landhausdielen sind unter folgenden Gesichtspunkten grundsätzlich für Fussbodenheizung geeignet: Auf Estrich mit Fussbodenheizung müssen alle Landhausdielen vollflächig verklebt werden (siehe oben). Nut und Feder wird dann nicht verleimt, damit jede Diele für sich „arbeiten“ kann. Das Massnahmeprotokoll für Heizestriche muss befolgt werden (vom Heizungsfachmann). Estrichfeuchte und Holzfeuchte kontrollieren.

Zementestrich max. 1,8%, Calciumsulfatestrich max. 0,3%
Holzdreischichtdielen 7% +/-1%. Vor der Verlegung muss die Fussbodenheizung mind. 2 Tage abgeschaltet sein oder unter 20° C Oberflächentemperatur gebracht werden. Erst nach mindestens 6 Tage darf der Boden wieder aufgeheizt werden.

Nach der Verlegung: Fussbodenoberflächentemperatur nie über 29° C erwärmen, schnelles Auf- und Abwärmen unterlassen, auf ein ausgeglichenes Raumklima achten (35 - 65% Luftfeuchte, 10° C – 29° C). Fugen und leichte Rissbildungen in den Deckschichten müssen bei schwankendem Raumklima toleriert werden.

Hinweis
Fussbodenheizung trocknet das Holz extrem aus. Es kann dadurch verstärkt zur Rissbildung im Kernbereich kommen und kleine Fugen zwischen den Dielen geben, die jedoch nicht zur Reklamation berechtigen. Dielen müssen vor dem Einbau geprüft werden, da diese nach dem Verlegen nicht mehr reklamiert werden können.
Stirnseitig sind die Dielen nicht genutet (falls nicht extra bestellt) und müssen gegebenenfalls mit Fremdfeder zusammengefügt und auf jeden Fall verleimt werden. Die Kanten mit Schleifpapier leicht brechen. Bereits genutete Dielen müssen bei Bedarf (sehr selten) leicht von Hand nachgehobelt werden, um eine saubere Stossfuge zu bekommen.
Empfehlung Die Montage des Fussbodens sollte das letzte Gewerk auf einer Baustelle sein. Ist dies aus terminlichen oder organisatorischen Gründen nicht möglich, so müssen die montierten Dielen unbedingt mit einem geeigneten Material abgedeckt werden. Bei geölten Oberflächen sollte nach dem Verlegen eine Einpflege mit NH Refresher erfolgen (Siehe Produktbeschreibung). Bei nur vorgeölten Böden muss eine Öloberfläche bauseits erfolgen. (Nur mitgeliefertes Oberflächenprodukt verwenden